Regelschmerzen erkennen und behandeln

Regelschmerzen erkennen und behandeln

Viele Frauen kennen es, Magenkrämpfe, aufsteigende Rückenschmerzen kurz gesagt Menstruationsbeschwerden. Im schlimmsten Fall gesellen sich dazu noch Durchfall, Kopfschmerzen, Kreislaufprobleme und/oder Müdigkeit. Dabei entstehen Regelbeschwerden durch natürliche Vorgänge im Frauenkörper. Die Gebärmutterschleimhaut wird nach einer nicht stattgefunden Befruchtung abgestoßen. Das hat zur Folge, dass der Unterleib schlechter durchblutet wird. Durch die entstehenden Muskelkontraktionen kommt es zu den teilweise sehr schmerzhaften Bauchkrämpfen, die meist am Anfang des Menstruationszykluses verstärkt auftreten. Genau darunter leiden circa 10% der Frauen und haben chronische Menstruationsbeschwerden, die mal mehr und mal weniger stark sind. Es gibt viele Umstände die chronische Regelschmerzen begünstigen können.

Frau mit Regelschmerzen
Frau mit Regelschmerzen

Welche Umstände Sie begünstigen und was kann ich dagegen tun?

Stress: Frauen die in ihrem beruflichen und/oder privatem Leben sehr gefordert sind und dauerhaftem Stress ausgesetzt sind, leiden deutlich öfter an Regelbeschwerden. Stress ist kann dabei nicht nur der Auslöser für Regelschmerzen sein, auch andere Erkrankungen lassen sich teilweise auf zu viel Stress zurück führen, weil ein zu hohes Maß an Stress das Immunsystem schwächt. Die Lösung liegt auf der Hand. Den Stress reduzieren auch wenn das Notfalls über ein Anti-Stress Seminar führt. Meist lässt sich allerdings eine gute Lösung zusammen mit dem Lebenspartner finden. Sprich also mit Ihm und schweige deine Beschwerden nicht tot, damit ist dir nicht geholfen.

Wenig Bewegung ist ein Grund für PMS

Zu wenig Bewegung kann ebenfalls ein Grund für Menstruationsbeschwerden sein. Grund dafür kann unter Umständen die berufliche Tätigkeit in einem Bürojob sein. Hier gilt als Ausgleich ein wenig Sport betreiben. Es muss nicht gleich ein Triathlon sein. Einfaches Fahrrad fahren zwei Mal in der Woche reicht aus. Sport ist der Garant dafür, dass der Körper in „Wallung“ kommt und damit die stockende Durchblutung im Unterleib angekurbelt wird. Sport ist auch für das Allgemeinwohl gut, weil Sport dafür sorgt den Kopf sprichwörtlich „frei zu kriegen“. Zudem werden bei körperlichen Aktivitäten vermehrt Serotonin ausgeschüttet, welches umgangssprachlich als Glückshormon bezeichnet wird.

Die richtige Ernährung hilft

Wie die Bewegung spielt die Ernährung eine wichtige Rolle bei unserer Gesundheit. Eine zu einseitige und ungesunde Ernährung kann ebenfalls dazu führen, dass vermehrte Regelbeschwerden auftreten. Speziell bei den Bauchkrämpfen bedeutet das seine Ernährung Magnesiumhaltiger zu gestalten. Eine ausreichende Versorgung des Körpers mit Magnesium – gerade kurz vor dem Menstruationszyklus – kann eine positive Auswirkung auf die starken Schmerzen haben. Das B-Vitamin B6 sorgt ebenfalls für eine weitere Entspannung bei Unterleibsschmerzen.

Verhütungsmittel können Menstruationsbeschwerden als Nebenwirkung haben

Manchmal spielen Nebenwirkungen des gewählten Verhütungsmittel (z.B. Pille, Vaginalring) eine entscheidende Rolle. In Folge von Unverträglichkeiten kann es hier ebenfalls öfter zu Regelbeschwerden kommen. Wenn ihr die Vermutung habt, dann sprecht mit eurem Frauenarzt, um gemeinsam eine Lösung für dieses Problem zu finden.

Rauchen vermindert den Blutfluß

Rauchen könnte ein weitere Grund für Menstruationsbeschwerden sein. Die Erkenntnis, dass rauchen die Arterien zusetzt ist nicht wirklich neu. Aus diesem Grund wirkt sich das rauchen auch auf den Menstruationszyklus aus, weil hier eine schlechte Durchblutung der Auslöser für Regelbeschwerden ist. Vielleicht schafft ihr es mit einem guten Vorsatz mit dem rauchen aufzuhören, zumal es als bewiesen gilt, dass Raucherinnen öfter mit den Folgen von Menstruationsbeschwerden leben müssen.

Allerlei Ursachen lassen sich durch eine kleine Lebensumstellung lindern oder im besten Fall sogar beseitigen. Trotzdem sind nicht alle Ursachen leicht dem menschlichen Lebenswandel geschuldet. Während primäre Dysmenorrhö (also Regelschmerzen ab der ersten Periode) meist konservativ zu lindern sind, ist die sekundäre Dysmenorrhö auf gynäkologische Erkrankungen zurückzuführen. Ausführliche Informationen zur sekundäre Dysmenorrhö bietet das Wissensportal Wikipedia und natürlich ein Facharzt. Das es sich um eine gynäkologische Erkrankung handelt hilft ein herum orakeln nicht und es ist unbedingt die Meinung eines Facharztes einzuholen

weitere Tipps

Tee gilt als Hausmittel bei Regelschmerzen Verschiedene Kräuterteemischung können als sogenanntes Hausmittel gegen Regelschmerzen helfen. Lasst euch von einem Apotheker beraten und eine Kräuterteemischung zusammen stellen. Allgemein gelten die folgenden Inhaltsstoffe als Hausmittel gegen Menstruationsbeschwerden und sollten sich in der Teemischung wieder finden: , Gänsefingerkraut, Johanniskraut, Kamillenblüten, Melisse, Mönchspfeffer oder Schafgarbe. Ein guter Apotheker kennt zudem die richtige Zusammensetzung für den Tee.

Viele Frauen schwören bei ihren Unterleibskrämpfen auf TCM. TCM hilft nicht nur bei einer Blasenentzündung entkrampfend, sondern auch bei chronischen Regelbeschwerden.

Ein weiteres Allheilmittel bei Schmerzen im Unterleib ist Wärme. Die Wärme entspannt die Muskulatur und wirkt dadurch entkrampfend. Wie die Wärmebehandlung statt findet ist egal, ob mit der Wärmflaschen auf dem Bauch oder in der warmen Badewanne, völlig egal, Hauptsachen der Unterleib bekommt genug Wärme ab und wird so besser durchblutet. Der Vorteil einer warmen Badewanne besteht darin, dass ihr dort nicht nur den Körper entspannen könnt, sondern auch der Geist mal eine wohltuende Auszeit bekommt (gut gegen zu viel Stress).

Bei aufsteigenden Rückenschmerzen hilft eine Massage. Allgemein fördert die Massage die Durchblutung, egal an welchen Körperteilen sie angewandt wird. Dies kann bei der ein oder anderen von uns schon wahre Wunder bewirken.

Tabletten als letzte Lösung

Neben all den auf natürlichen Heilverfahren bestehenden Methoden gibt es bei Menstruationsbeschwerden auch Tabletten die den Schmerz lindern. Aus meiner Sicht sollte dies aber die letzte Konsequenz sein. Wenn ihr dennoch zu Tabletten greifen wollt/müsst dann helfen euch Mittel mit den Wirkstoffen Butylscopolamin (z.B. Buscopan Plus) oder Naproxen (z.B. Dolormin für Frauen). Auch hier gilt, erst nach Absprache mit einem Facharzt einnehmen.