Prämenstruelles Syndrom (PMS) – Tipps & Vorbeugung

Das prämenstruelle Syndrom kann mit seinen zahlreichen Symptomen zu einer starken körperlichen und seelischen Belastung führen. Nicht nur der Umgang mit sich selbst ist dabei wichtig, sondern auch Verständnis und Einfühlungsvermögen vom Partner.

  1. Übersicht dieser Seite:
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  4. » PMS vorbeugen – aber wie?

Tipps, was man selbst bei PMS tun kann

Ausreichend Bewegung mit Ausdauersport
Da vor der Menstruation der Östrogenspiegel absinkt, geraten die Körperhormone aus der Balance. Durch die Ausübung von Sport können Frauen die Hormone regulieren. Außerdem hebt die sportliche Aktivität die Stimmung und sorgt für ein gutes Körpergefühl. Ausdauertraining wie Schwimmen oder Radfahren wirken am besten. Falls sich eine Frau in der PMS-Phase nicht fit genug fühlt, kann sie auch ruhige Körperübungen wie Yoga, Pilates oder sanfte Gymnastik durchführen.

Heilpflanzen wie Mönchspfeffer, Frauenmantelkraut, Melisse und Johanniskraut
Eine Kur mit Mönchspfeffer ist bei PMS-Beschwerden wie Kopf- oder Rückenschmerzen, Wassereinlagerungen oder Brustspannen sehr hilfreich. Um die besten Resultate zu erzielen, muss das pflanzliche Arzneimittel täglich drei Monate lang eingenommen werden.

Mönchspfeffer ist in Tabletten-Form oder als Extrakt erhältlich. Er reguliert das hormonelle Gleichgewicht und regt die Bildung von weiblichen Hormonen an.

Frauenmantel-Tee ist ein bewährtes Heilmittel aus der Volksheilkunde bei PMS-Beschwerden. Gegen depressive Verstimmungen helfen Johanniskraut und Melisse.

Richtige Ernährung mit Vollkorn und hohem Vitamin B6-Gehalt
Frauen sollten darauf achten, Heißhunger nicht mit Süßigkeiten und Chips zu stillen. Der Blutzuckerspiegel steigt nur kurz an und fällt anschließend tief. Daher ist es besser, komplexere Kohlenhydrate wie Wildreis oder Vollkornbrot zu bevorzugen.

Nahrungsmittel mit hohem Vitamin B6-Gehalt wie Hülsenfrüchte oder Avocados bauen den Östrogenüberschuss ab. 200mg Magnesium (zum Beispiel 140g Haferflocken) täglich sind dabei behilflich, Wassereinlagerungen und Brustspannen um 40 Prozent zu senken. Viel Kalzium (wie beispielsweise täglich ein Stück Käse oder ein Joghurt) in Kombination mit Vitamin D, das sich bei Tageslicht bildet, reduzieren Beschwerden des prämenstruellen Syndroms.

Pille und Hormone
Frauen, die sehr stark unter PMS leiden, können die Pille ein halbes Jahr ohne Pause einnehmen. Als Alternative eignet sich ein Gelbkörperhormon. Das Hormon-Präparat erreicht eine Balance der Hormone, die Einnahme erfolgt in der zweiten Zyklushälfte.

Aromawickel bei Krämpfen
Durch Aromawickel beruhigen sich Verkrampfungen im Bauchbereich. Außerdem bewirkt der Wickel, dass Wasser aus dem Gewebe verschwindet. Man feuchtet ein Tuch an, taucht es in warmes Wasser oder erhitzt es in der Mikrowelle. Anschließend träufelt man drei Tropfen Lavendel- oder Melissenöl darauf. Diesen Wickel legt man auf den Bauch und gönnt sich Entspannung.

Tipps für Männer im Umgang mit PMS

Junges Paar © antb - istockphotoEinfühlungsvermögen und Verständnis
Männer sollten versuchen, sich in ihre Partnerin oder weibliche Familienangehörige hineinzuversetzen. Die verschiedenen PMS-Beschwerden können Frauen im Alltag sehr beeinträchtigen und auch depressive Verstimmungen hervorrufen. Daher ist Einfühlungsvermögen und Verständnis besonders wichtig.

Hilfe bei Stressreduzierung
Da Stress die PMS-Symptome verschlimmert, können Männer helfen, Stress-Situationen zu reduzieren. Besonders während dieser Zeit sollte man versuchen, im Haushalt mitzuhelfen und seiner Partnerin verschiedene Arbeiten abzunehmen.

Weitere Tipps zur Unterstützung der Partnerin
Falls Männer die PMS-Symptome erkennen, können Sie ihrer Partnerin helfen, sich besser zu fühlen. Leidet eine Frau unter Krämpfen, hilft ein Entspannungsbad oder eine Wärmeflasche. Man kann seiner Partnerin auch anbieten, eine Körper- oder Rückenmassage zu geben. Ist es notwendig, sollte man Schmerzmittel oder Kräutertees besorgen. Außerdem ist es wichtig, dass man seiner Partnerin genügend Zeit für sich alleine lässt und ärgerliche Äußerungen nicht persönlich nimmt.

PMS – Vorbeugung

Entspannung mit BuchlesenStress reduzieren mit Yoga und Entspannung
Frauen können PMS-Beschwerden bedingt vorbeugen. Viele Faktoren beeinflussen die Entstehung von PMS. Außerdem sind die genauen Ursachen nicht geklärt. Frauen, die für PMS anfällig sind, können jedoch bestimmte Maßnahmen zur Linderung von PMS ergreifen. Oftmals verringern sich die Beschwerden, wenn betroffene Frauen Stress abbauen. Daher ist es empfehlenswert, sich täglich Zeit für verschiedene Entspannungstechniken wie autogenes Training oder progressive Muskelentspannung zu nehmen. Außerdem ist tägliche Meditation oder Yoga-Training für die Stressreduzierung hilfreich.

Sich gesund ernähren  und auf Genussmittel verzichten

Eine gesunde Ernährung spielt ebenfalls eine entscheidende Rolle. Frauen sollten vor allem auf zu viel Koffein, Alkohol und Nikotin verzichten. Außerdem sollte man Nahrungsmittel mit hohem Vitamin B6-, Magnesium- und Kalzium-Gehalt in den Speiseplan integrieren. Zusätzlich ist es wichtig, auf ausreichend Bewegung zu achten.

Stand 04.09.2013